Unternehmen – besonders in der Finanz- und IT-Branche – stehen vor steigenden Herausforderungen im Risikomanagement.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie generative KI dabei hilft, diesen Herausforderungen effektiv zu begegnen. Wir zeigen, wie intelligente Technologien Risiken schneller erkennen, besser bewerten und effizienter steuern können – Praxisbeispiel ist das innovative Projekt «RiskRadar».
Hintergrund und Kontext
Unternehmen aller Branchen müssen heute Risiken nicht nur frühzeitig erkennen, sondern aktiv und professionell managen. Besonders in streng regulierten Bereichen wie dem Finanzsektor und komplexen IT-Projekten ist wirksames Risikomanagement entscheidend. Steigende regulatorische Anforderungen in der Schweiz, Deutschland und Österreich erhöhen zusätzlich den Druck, Risiken professionell zu bewältigen.
Potenziale generativer KI im Risikomanagement
Generative KI, insbesondere Large Language Models (LLMs) wie GPT-4 oder Gemini, hilft Unternehmen, grosse Datenmengen schnell und zuverlässig zu analysieren. Diese Systeme erkennen Muster und Risiken – besonders in unstrukturierten Daten wie Berichten oder Medienartikeln. Dadurch können Risiken früher erkannt und genauer bewertet werden.
Praxisbeispiel: Das RiskRadar Portal
Ein erfolgreiches Beispiel für generative KI im Risikomanagement ist das RiskRadar Portal. Ursprünglich speziell für den Schweizer Finanzdienstleistungssektor entwickelt, kombiniert RiskRadar intelligente KI-Technologien mit aktuellen globalen und lokalen Datenquellen. Täglich analysiert das System über 150 Webseiten, erkennt relevante Risikomeldungen und kategorisiert sie automatisch. Daraus entsteht eine stets aktuelle Wissensdatenbank, die seit 2017 bereits mehr als 72’000 spezifische Risikomeldungen umfasst.
Konkrete Vorteile und Anwendungen von RiskRadar
Mit RiskRadar erstellen Sie detaillierte Risikoberichte effizienter, führen vertiefte Analysen durch und entwickeln realistische Risikoszenarien. So erkennen Sie mögliche Risiken frühzeitig und können rechtzeitig präventive Massnahmen ergreifen. Beispielsweise lassen sich die Folgen von Katastrophen oder technischen Ausfällen realistisch simulieren, um gezielte Notfallpläne vorzubereiten.
Zusätzlich erhalten Sie monatlich vertiefende Expertenberichte zu aktuellen Risikothemen, deren Inhalte von der Nutzer-Community bestimmt werden. So bleiben Sie immer am Puls der relevanten Entwicklungen.
Einsatzmöglichkeiten generativer KI im Risko-Management in IT-Projekten
Auch im IT-Projektmanagement profitieren Sie hier massgeblich von generativer KI:
- Automatisierte Risikoanalyse: KI-Systeme analysieren laufend Projektinformationen und Statusberichte, um Risiken früh zu erkennen und klar zu priorisieren.
- Höhere Qualität der Risikobewertung: KI-gestützte Analysen reduzieren menschliche Fehler und erhöhen die Objektivität der Bewertungen.
- Realistische Risikoszenarien: KI-basierte Szenarien unterstützen Sie dabei, Projektrisiken realistisch abzubilden und gezielte Minimierungsstrategien zu entwickeln.
Integration generativer KI für Risko-Management im PMI- und HERMES-Projektmanagement
Durch die Integration von generativer KI in PMI und HERMES lassen sich Risiken früher erkennen und effizienter steuern:
- Automatisierte Risikodokumentation: KI automatisiert Ihre Risikodokumentation gemäss PMI- und HERMES-Standards und reduziert den manuellen Aufwand deutlich.
- Transparente Kommunikation: Regelmässige KI-generierte Risikoberichte fördern eine klare und verständliche Kommunikation mit Stakeholdern.
- Effiziente Kontrolle und Steuerung: KI-gestützte Dashboards ermöglichen Ihnen eine schnelle, präzise Steuerung Ihrer Projekte, abgestimmt auf die Anforderungen von PMI und HERMES
Bedeutung von Risikomanagement nach PMI und HERMES
Gemäss dem Project Management Institute (PMI) gehört Risikomanagement zu den zentralen Disziplinen im Projektmanagement. Laut dem PMI-Standard «PMBOK Guide» umfasst das Risikomanagement systematische Planung, Identifikation, Analyse und Steuerung von Risiken – inklusive qualitativer und quantitativer Bewertung, Planung von Risikoreaktionen sowie kontinuierlicher Überwachung.
In der Schweiz findet die Projektmanagement-Methode HERMES vor allem bei IT-Projekten Anwendung. Bei HERMES wird grosser Wert auf eine strukturierte Risikomanagement-Praxis gelegt. Diese dient dazu, Risiken frühzeitig zu identifizieren, transparent zu dokumentieren und konsequente Massnahmen zur Risikominimierung umzusetzen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) betont, dass genau dieses strukturierte Risikomanagement entscheidend für den Erfolg von IT-Schlüsselprojekten des Bundes ist.
Fazit und Ausblick
Generative KI ist heute bereits unverzichtbar für effizientes und effektives Risikomanagement – Tendenz steigend. Innovative Lösungen wie RiskRadar zeigen eindrucksvoll, wie intelligente Technologien Risiken proaktiv erkennen, bewerten und steuern können. Durch die Integration von KI in bewährte Methoden wie PMI und HERMES entsteht zusätzlicher Mehrwert, insbesondere im Bereich komplexer IT-Projekte.
Unternehmen müssen sich nicht fragen, ob sie generative KI nutzen – sondern wie schnell sie sie integrieren.
Wie nutzt Ihr Unternehmen Generative KI bereits im Risikomanagement? Lasst uns gemeinsam herausfinden, wie wir Euch auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen, KI-gestützten Risikomanagement begleiten können!